Fünf Prüfblätter vor dem Angebot

Ist Ihr Altbau bereit?

Nicht jede Frage braucht sofort eine Berechnung. Aber jede belastbare Planung braucht einen klar beschriebenen Bestand, Datenlücken und ein Ziel.

Gebäude statt Gerätevergleichraumweise statt pauschalErgebnis: bessere Projektmappe
Baupläne, Maßband und Notizen auf einem Holztisch
Eine gute Vorprüfung macht Annahmen sichtbar.Unknown author Unknown author · Public domain
Prüfprinzip

Ein Check ist keine Eignungsplakette.

BestandWärme vergibt kein grünes oder rotes Etikett aus der Ferne. Der Check zeigt stattdessen, welche Daten vorhanden sind, welche Räume kritisch sein könnten und welche Untersuchung vor einem Angebot fehlt.

So werden weder alte Heizkörper vorschnell aussortiert noch ungelöste Feuchte- oder Schallfragen unter einem neuen Gerät versteckt.

Ablauf

Fünf Blätter
für eine Entscheidung.

Die Reihenfolge ist absichtlich: Erst wenn Haus und Heizflächen beschrieben sind, lohnt eine konkrete Geräte- und Standortdiskussion.

01

Gebäudezustand definieren

Bauteile, Sanierungsjahre, Nutzung und bekannte Schäden werden als Ist-Zustand erfasst. Geplante Maßnahmen bilden einen getrennten Zielzustand.

  • Grundriss, Flächen und Baujahr
  • Fenster, Dach, Kellerdecke, Fassade
  • Feuchte, Zugluft und bekannte Wärmebrücken
02

Wärmebedarf raumweise verstehen

Eine Gebäudezahl reicht nicht, wenn einzelne Eck-, Dach- oder Nordräume die nötige Vorlauftemperatur bestimmen.

  • Heizlast für kritische Räume
  • Raumtemperaturen und Nutzung
  • Verbrauchsmengen mit Besonderheiten
03

Heizflächen gegenprüfen

Typ, Größe, Zustand und Durchfluss der Heizkörper werden mit der Raumheizlast bei der geplanten Temperatur abgeglichen.

  • Heizkörperliste mit Maßen
  • Ventile und hydraulischer Zustand
  • gezielte Maßnahmen für Engpassräume
04

Wärmequelle und Standort wählen

Luft, Erdreich oder andere Lösungen werden nach Grundstück, Schall, Genehmigung, Platz und Wartung verglichen.

  • mindestens zwei Standortvarianten
  • Schall- und Luftweg
  • Kondensat, Fundament, Leitung
05

Angebot prüfbar machen

Das Angebot benennt Annahmen, Auslegung, Nebenarbeiten und offene Punkte. So wird aus einer Produktsumme eine technische Leistungsbeschreibung.

  • Heizlast und Auslegungstemperatur
  • Hydraulik, Elektro und Schall
  • Inbetriebnahme und Optimierung

Was Sie vor dem Termin nicht wissen müssen

Sie müssen weder den exakten Wärmepumpentyp noch die Geräteleistung festlegen. Auch eine unvollständige Gebäudemappe ist nutzbar, wenn Lücken klar markiert sind. Fachplanung besteht gerade darin, diese Lücken geordnet zu schließen.

Warnsignal

Eine verbindlich klingende Eignungs- oder Sparentscheidung nur aus Wohnfläche und Jahresverbrauch ist für einen heterogenen Altbau zu dünn.

Was ein gutes Ergebnis ausmacht

Am Ende stehen keine Prospektwerte, sondern eine Liste belastbarer Annahmen: welcher Gebäudezustand, welche Raumheizlast, welche Heizflächen, welcher Standort, welche Systemtemperatur und welche offenen Genehmigungen. Angebote können genau auf dieser Basis verglichen werden.

Eine offene Datenlücke ist kein Problem. Eine versteckte Annahme schon.BestandWärme Checkregel
04 / Projektmappe

Ihr Altbau in vier Schritten

Die Angaben helfen, das Gebäude vor dem ersten Fachgespräch einzuordnen. Eine Anfrage ersetzt keine Heizlastberechnung und keine Prüfung vor Ort.

  • unverbindliche Projektanfrage
  • keine automatische Eignungszusage
  • direkte Übermittlung an TapTapHome/DAA erst nach Aktivierung

Gebäudeakte Schritt 1 von 4

Welches Haus prüfen wir?

Zuerst geht es um Bestand, Fläche und Eigentum.

Gebäudeart
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